Die Menk-Schmehmann Group (MSG) in Bad Marienberg steht vor einer großen Umstrukturierung. Aufgrund der schlechten Ertragslage soll die Fertigung der Menk Apparatebau GmbH im Laufe des nächsten Jahres eingestellt werden. Mit diesem Einschnitt zieht das Unternehmen die Konsequenz aus vielen verlustreichen Jahren. Betroffen sein werden voraussichtlich rund 170 Mitarbeiter. Die 36 Azubis und die Mitarbeiter der Firma Schmehmann seien nicht betroffen.
„Es ist uns bewusst, dass dies eine weitreichende Entscheidung ist, die unsere Mitarbeiter hart trifft. Wir haben die Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen, um eine sozialverträgliche und möglichst faire Regelung zu finden,“ sagten die Geschäftsführer der MSG, Michael Schneider und Rüdiger Siefert, am Donnerstag auf einer Mitarbeiterversammlung. „Wir werden jetzt zügig alle notwendigen Gespräche führen, damit unsere Mitarbeiter schnell Klarheit haben, was das für sie bedeutet,“ sagten Schneider und Siefert.
„Obwohl wir noch einmal alles unternommen haben und erhebliche Investitionen getätigt wurden, um die Rentabilität der Produktlinien Wellenölkessel und Radiatoren zu verbessern, haben sich keine nennenswerten Erfolge eingestellt,“ so Schneider und Siefert. Leider habe sich darüber hinaus die allgemeine Konjunkturlage deutlich verschlechtert, so dass auch von der Marktseite keine Besserung zu erwarten sei.
Nach intensiver Prüfung sehe man in dieser Maßnahme die effektivste Möglichkeit, die Unternehmensgruppe wieder rentabler und damit zukunftssicherer aufzustellen. „Das ist das Ziel, auf das wir hinarbeiten,“ so die Geschäftsführung.